LinkedIn-SEO: Wie dein Profil von den richtigen Menschen gefunden wird

Viele LinkedIn-Profile erklären sehr genau, welche Position eine Person hat. Sie erklären aber erstaunlich selten, wobei diese Person anderen helfen kann. In der Headline steht dann nur „Geschäftsführer“, „Beraterin“ oder „Freelancer“. Das ist nicht falsch, aber es ist für die Suche und für potenzielle Kunden nur begrenzt hilfreich.

Wer auf LinkedIn gefunden werden möchte, sollte das eigene Profil auch aus Sicht der suchenden Person betrachten. Sie kennt deinen internen Jobtitel häufig nicht. Sie sucht nach einem Problem, einer Leistung, einer Branche oder einer bestimmten Erfahrung.

Für Unternehmen ergänzt eine gepflegte LinkedIn-Unternehmensseite die Auffindbarkeit persönlicher Profile.

LinkedIn ist längst auch eine Suchmaschine

Auch vermeintliche Formatierungstricks mit Unicode können diese Auffindbarkeit verschlechtern.

Menschen suchen auf LinkedIn nach Fachkräften, Dienstleistern, Projektpartnern, Referenten und neuen Mitarbeitern. Dabei bewertet LinkedIn nicht nur einzelne Begriffe. Die Ergebnisse werden unter anderem durch das Profil, die Aktivität und den Kontext der suchenden Person beeinflusst.

Deshalb gibt es auch keinen festen ersten Platz, den man sich mit möglichst vielen Keywords sichern kann. LinkedIn weist ausdrücklich darauf hin, dass zusätzliche Schlagwörter nicht automatisch zu einer besseren Position führen. Übertriebene Listen können sogar wie Spam wirken.

LinkedIn-SEO bedeutet für mich deshalb nicht, einen Text für einen Algorithmus zu schreiben. Es bedeutet, dem Netzwerk klar und verständlich zu erklären, wofür man steht.

Mit den Begriffen der Zielgruppe arbeiten

Der wichtigste Schritt findet vor der Profilbearbeitung statt. Schreibe auf, wie Kunden, Arbeitgeber oder Kooperationspartner deine Leistung wahrscheinlich bezeichnen würden.

Ein Beispiel: Ein Unternehmen sucht möglicherweise nicht nach „strategischer Transformationsbegleitung“. Es sucht nach „Digitalisierungsberatung für den Mittelstand“, „LinkedIn Workshop“ oder „KI im Marketing“. Gute Begriffe sind konkret, verständlich und passen tatsächlich zur eigenen Erfahrung.

Ich empfehle, zunächst drei bis fünf zentrale Themen festzulegen. Diese sollten anschließend natürlich an mehreren Stellen im Profil auftauchen:

  • in der Headline,
  • im Info-Bereich,
  • in passenden Stationen der Berufserfahrung,
  • bei Kenntnissen und Fähigkeiten,
  • sowie in eigenen Beiträgen und Artikeln.

Die Headline muss mehr als einen Jobtitel leisten

Die Headline erscheint nicht nur auf dem Profil. Sie begleitet dich auch bei Kommentaren, Kontaktanfragen und in Suchergebnissen. Damit ist sie eine der sichtbarsten Flächen des gesamten Profils.

Eine hilfreiche Headline beantwortet möglichst schnell drei Fragen: Was machst du? Für wen machst du es? Welches Ergebnis unterstützt du?

Statt nur „Geschäftsführer“ könnte dort beispielsweise stehen: „Geschäftsführer | Energieberatung für mittelständische Produktionsunternehmen | Kosten senken und Versorgung planbarer machen“.

Das ist länger, aber auch deutlich aussagekräftiger. Wichtig ist, nicht jede denkbare Leistung hineinzupressen. Klarheit schlägt Vollständigkeit.

Der Info-Bereich liefert den Zusammenhang

Im Info-Bereich kannst du die Begriffe aus der Headline in eine verständliche Geschichte übersetzen. Beginne nicht mit der kompletten Unternehmenshistorie. Starte mit dem Problem der Zielgruppe und deiner Rolle bei der Lösung.

Danach helfen konkrete Beispiele, Branchen, Projekttypen und Ergebnisse. Menschen sollten nach wenigen Absätzen verstehen, ob du für ihr Anliegen relevant bist. Am Ende gehört eine klare Kontaktmöglichkeit dazu.

Prüfen, wofür du tatsächlich gefunden wirst

Unter den Profilanalysen zeigt LinkedIn die sogenannten Search Appearances. Dort findest du Informationen darüber, wie häufig dein Profil in Suchzusammenhängen erschienen ist und welche Unternehmen oder Jobtitel unter den Suchenden vertreten waren. Je nach Kontotyp und Verfügbarkeit können weitere Details hinzukommen.

Diese Daten sind wertvoller als ein einmaliger Profilumbau nach Bauchgefühl. Prüfe monatlich:

  • Werde ich von den richtigen Branchen und Funktionen entdeckt?
  • Passen die gefundenen Jobtitel zu meiner Positionierung?
  • Steigen anschließend auch die Profilaufrufe und relevanten Kontakte?

Optimiere danach immer nur einzelne Bereiche. So erkennst du besser, welche Veränderung tatsächlich geholfen hat.

Fazit

Ein gutes LinkedIn-Profil muss nicht möglichst viele Begriffe enthalten. Es muss die richtigen Begriffe in einem glaubwürdigen Zusammenhang verwenden. Schreibe für Menschen, die dein Angebot noch nicht kennen, und gib der Suche genügend klare Signale, um euch zusammenzubringen.

Du möchtest noch mehr über LinkedIn erfahren? In meinem Blog schreibe ich regelmäßig über LinkedIn, von Strategie und Content über Reichweite und Kennzahlen bis zum Einsatz von KI. Alle Beiträge findest du auf der Übersichtsseite LinkedIn. Wenn du LinkedIn für dich oder dein Unternehmen gezielter nutzen möchtest, unterstütze ich dich von der Positionierung bis zum Redaktionsplan. Außerdem biete ich 1:1-Onlinesitzungen an, in denen wir gemeinsam deine Zahlen und nächsten Schritte anschauen können.