Wenn ich auf 2024 zurückblicke, ist für mich vor allem eines hängen geblieben: Künstliche Intelligenz wurde bei Social Media innerhalb weniger Monate vom Experiment zum alltäglichen Werkzeug. Plötzlich ließen sich Beiträge formulieren, Bilder generieren, Kommentare vorbereiten und ganze Redaktionspläne erstellen. Was im Jahr 2023 noch neu wirkte, gehörte 2024 für viele Menschen bereits zum normalen Arbeitsablauf.
Das hat vieles einfacher gemacht. Gleichzeitig wurde etwas anderes schwieriger: mit diesen Inhalten wirklich jemanden zu erreichen. Wenn jeder in wenigen Sekunden einen sprachlich perfekten Beitrag erstellen kann, wird Perfektion nicht automatisch zum Vorteil. Sie kann sogar dazu führen, dass Texte austauschbar wirken.
Bereits im März 2024 habe ich mir in meinem Beitrag „KI Texte auf LinkedIn: Warum perfekte Beiträge oft niemanden mehr berühren“ Gedanken über diese Entwicklung gemacht. Heute lässt sich mit etwas Abstand besser einordnen, wie schnell generative KI damals tatsächlich in der Arbeitswelt und auf LinkedIn angekommen ist.